Mit grünen Äckern punkten

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ein MO-Projekt von Bio Aargau

Ein wichtiger Grundsatz zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit ist eine möglichst dauerhafte Bedeckung des Bodens. Was in Naturwiesen natürlicherweise gegeben ist, wird im Ackerbau zwischen zwei Hauptkulturen mithilfe von Untersaaten oder Gründüngungen erreicht. Gerade im Biolandbau werden die heissen, trockenen Sommermonate oft genutzt, um mit Unkrautkuren ungeliebte Wurzelunkräuter zu bekämpfen. Auf Flächen mit wenig Beikrautdruck soll der Boden nach der Ernte möglichst rasch wieder begrünt werden, um das Bodenleben zu schonen, wertvolle Nährstoffe für die Folgekultur bereitzustellen und gleichzeitig CO2 im Boden zu speichern.

Damit möglichst viele Aargauer Bio-Äcker in den kommenden Jahren auch während des Sommers bewachsen sind, übernimmt Bio Aargau im Rahmen eines MO-Projektes einen Teil der Saatgutkosten. Pro teilnehmendem Betrieb werden 250 Fr. an das Saatgut für die Untersaaten und Gründüngungen bezahlt. Die teilnehmenden Betriebe erhalten zudem eine Feldrandtafel, welche über das Projekt informiert und am Feldrand aufgehängt wird. So werden auch unsere KonsumentInnen zum Thema sensibilisiert.

Folgende Untersaaten und Gründüngungen werden durch Bio Aargau unterstützt:

  • Untersaaten in Winter- und Sommergetreide
  • Gründüngungen mit mindestens drei Mischungspartner

Für eine dauerhafte Bodenbedeckung eignen sich bei extensiver bis mittelintensiver Kulturführung im Getreide spezielle Untersaatmischungen, welche niedrigwachsend sind und das Getreide wenig konkurrenzieren. Bei intensiver Kulturführung haben Untersaaten zu wenig Licht und Wasser. In diesem Fall wird empfohlen, auf die Untersaat zu verzichten und nach der Ernte eine Gründüngung anzusäen. Die Ansaat der Gründüngung soll spätestens drei Wochen nach der Ernte der Hauptkultur erfolgt sein, damit der Boden möglichst dauerhaft bedeckt ist.

Die meisten Saatgutlieferanten haben ein breites Angebot an Untersaaten und Gründüngungen. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass der Saatzeitpunkt der Gründüngung zum Erntezeitpunkt der Vorkultur passt und dass durch die Gründüngung keine Fruchtfolgekrankheiten gefördert werden (z.B. Betriebe mit Erbsen in der Fruchtfolge sollen keine Gründüngungen mit hohem Leguminosenanteil anbauen).

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme an diesem Projekt und auf möglichst viele „dauergrüne“ Bioäcker!

Ausschreibung
Flyer